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ECHO

AUFTRITT IM THEATER INGOLSTADT

DONAUKURIER, 5. MÄRZ 2008:

„ (...) Langsam hat sich herumgesprochen, dass hier auf der intimen Bühne des Kleinen Hauses außergewöhnliche und qualitativ hochwertige Konzerte quer durch alle Stilrichtungen stattfinden. Diesmal verliehen Mathis Mayr und David Eschmann aus München bei atmosphärischer Beleuchtung durch nostalgische Wohnzimmerlampen ausländischen Volksliedern einen individuellen Zauber. David Eschmann führte locker plaudernd durchs Programm, übersetzte die Texte traditioneller Lieder der Straße fürs Publikum und erläuterte diffizile Verflechtungen der einzelnen Dialekte. „Sehnsuchtslieder“ der Schweizer Alpen oder tragikomischer Herz-Schmerz wie das „Kaminkehrer-Lied“ aus Italien: Ohne schmalzigen Macho- Pathos vorgetragen und musikalisch so überzeugend interpretiert wie von Mayr und Eschmann gehören diese Lieder nicht nur auf die Straße, sondern auch in den Konzertsaal. Enorm, was Mathis Mayr mit seinem Cello alles anzufangen weiß: Tremoli, schmachtendes Vibrato, virtuose Pizzikati, Flageolett-Passagen und rhythmisches Klopfen auf den Corpus im Sprechgesang mit seinem Kollegen verwandelten den Klang seines Instruments. Losgelöst „mit-groovend“ entfalteten Mayrs virtuose Finger auf den Saiten den Sound eines gesamten Streichorchesters oder imitierten andere Instrumente wie Laute oder Maultrommel als Begleitung des Gesangs. Im Stil zeitgenössischer Klassik sphärisch, experimentell bis atonal arrangiert waren die Zwischen- und Vorspiele zu den einzelnen Volksweisen. David Eschmann übernahm nicht nur den gesanglichen Hauptpart, mit meisterhafter Leichtigkeit spielte er zudem Querflöte beziehungsweise Bass-Querflöte und griff auch mal zur Salatschüssel mit dickem Rostnagel, um das gleichermaßen vielseitige wie skurrile Klangkabinett zu bereichern. Nur wahre Meister ihrer Instrumente können so spielerisch mit Klängen jonglieren. Blind funktionierte die Kommunikation zwischen den Vollblut-Musikern Mayr und Eschmann. Einmal eingetaucht in diese Welt voll Melancholie, Poesie und Witz fiel der Abschied schwer. Nach etlichen Zugaben entschwanden sie schließlich, die sympathischen „Straßenmusikanten“. Das Cello in der Hand, spielend und singend, schlenderten sie ganz bescheiden hinter die Bühne.“ (Von Agnes Krumwiede)

EICHSTÄTTER KURIER, 23. MAI 2007:

„... Feste Arrangements der Stücke gibt es nicht. Im Konzert war faszinierend zu sehen und angenehm zu hören, ja zu fühlen, mit welch harmonischem Ergebnis Eschmann und Mayr ihre Improvisationskunst und Experimentierfreude auslebten und spontan aufeinander abstimmten.“